
Die Kindersozialdienste sind viiielseitig :-))
Neben Beratung (telefonisch sowie persönlich, im Einzel- sowie im Gruppensetting) und Diagnostik (psychologisch, ergotherapeutisch sowie fachärztlich) gibt es unterschiedliche pädagogische und therapeutische Angebote, begleitete Besuchskontakte und nicht zu vergessen unsere jährlichen besonderen Ferienwochen für besondere Kinder.
Der Austausch mit anderen Institutionen, insbesondere mit Kindergärten, Schulen und der Kinder- und Jugendhilfe liegt uns sehr am Herzen.
Darüber hinaus bemühen wir uns um die Vermittlung zwischen den Familien und den Institutionen sowie um Vernetzung von Familien mit ähnlichen Herausforderungen (Gruppe “Familien mit einem besonderen Kind”).
Gerade diese Vielseitigkeit und Flexibilität machen die Arbeit der Kindersozialdienste so besonders wertvoll.
Beratung
Beratung beginnt am Telefon …
Unsere Telefonzeiten beschränken sich offiziell auf vier Vormittage und einen Nachmittag in der Woche, in Wirklichkeit heben wir sowohl davor als auch danach oft ab.
Während eines ersten Gesprächs schildern uns meist Erziehungspersonen aktuelle Herausforderungen, die die Familie betreffen. Manchmal erhalten sie Anregungen von außen (z.B. durch Kindergarten, Schule), manchmal sind die Anliegen konkret, manchmal unkonkret, manchmal einfach, manchmal komplex.
Wenn deutlich wird, dass es über die telefonische Beratung hinaus eines ruhigen Settings bedarf, bieten wir gerne ein Gespräch bei unseren (psycho-)sozialen Berater*innen an. Wenn sich herausstellt, dass ein spezifisches Angebot gebraucht wird, dann setzen wir die Kinder auf eine Warteliste.
Bei längeren Wartelisten versenden wir Informationslisten und geben Empfehlungen für alternative Angebote weiter, zum Beispiel für Logopädie, Autismus-spezifische Förderungen oder entsprechende Einrichtungen in Wien.
Psychologische Diagnostik
Ein großer Teil unserer Arbeit umfasst die klinisch-psychologische Diagnostik, die als Grundlage für gezielte therapeutische und pädagogische Maßnahmen dient.
In den vergangenen Jahren ist insgesamt ein deutlicher Anstieg an diagnostischen Anfragen zu beobachten. Diese betreffen unterschiedliche Bereiche, insbesondere die Entwicklungsdiagnostik, Leistungsdiagnostik sowie die Abklärung von Verhaltensauffälligkeiten. Dazu zählen unter anderem Fragestellungen im Zusammenhang mit Aufmerksamkeits- und Konzentrationsproblemen (z.B. ADHS) sowie weitere Entwicklungs- und Verhaltensbesonderheiten.
Die Fragestellungen beziehen sich sowohl auf das frühe Kindesalter als auch auf den schulischen Kontext und betreffen häufig mehrere Lebensbereiche gleichzeitig – etwa Lernen und Leistungsentwicklung, soziale Interaktion und Kommunikation, emotionale und sensorische Regulation sowie das familiäre Umfeld.
Parallel zur gestiegenen Nachfrage nach klinisch-psychologischer Diagnostik wuchs auch der Nachdruck, mit dem Kindergärten und Schulen diese einfordern. Dieser Teil unserer Arbeit nimmt daher zunehmend mehr Raum ein und ist zugleich kostenintensiv, da die dafür erforderlichen Testverfahren wissenschaftlich hochstandardisiert sind und die entsprechenden Testmaterialien mit erheblichen Anschaffungskosten verbunden sind.
Kinderpsychiatrische und neurologische Diagnostik Diagnostik
Die kinderpsychiatrische und neurologische Diagnostik dient der umfassenden Abklärung von psychischen, emotionalen, sozialen und neurologischen Auffälligkeiten bei Kindern. Ziel ist es, Ursachen für Entwicklungs-, Verhaltens- oder Aufmerksamkeitsprobleme zu erkennen und darauf aufbauend geeignete Förder- oder Therapiepläne zu entwickeln.
Dieses diagnostische Angebot wird sowohl in Klosterneuburg als auch in Tulln einmal pro Monat angeboten und richtet sich an Kinder, bei denen eine vertiefte medizinisch-psychologische Abklärung notwendig ist.
Ergotherapie
Die Ergotherapie stellt einen wichtigen Teil unseres Angebots dar. In den letzten Jahren ist die Nachfrage deutlich gestiegen, insbesondere bei Kindern im Kindergarten- und Volksschulalter. Häufig zeigen sich Schwierigkeiten in Bereichen wie Feinmotorik, Aufmerksamkeit, Ausdauer sowie in der Lern- und Arbeitsorganisation im schulischen Alltag.
In der Praxis wird jedoch auch deutlich, dass Ergotherapie häufig dann in Anspruch genommen wird, wenn pädagogische Einrichtungen bei bestehenden Herausforderungen an ihre Grenzen stoßen. Die zugrunde liegenden Problemlagen sind dabei oft komplexer und betreffen neben einzelnen Entwicklungsbereichen auch pädagogische Rahmenbedingungen, Lernstrukturen oder das Zusammenspiel verschiedener Einflussfaktoren im Alltag des Kindes.
Ergotherapie kann in solchen Fällen eine wichtige unterstützende Rolle spielen, ersetzt jedoch nicht die notwendige Zusammenarbeit mit Eltern, Kindergarten und Schule sowie eine ganzheitliche Betrachtung der Situation des Kindes. Erfreulicherweise konnten wir auch im Jahr 2025 wieder Ergotherapie direkt in den Räumen der Allgemeinen Sonderschule Klosterneuburg anbieten. In Tulln fand im Sommersemester eine Feinmotorik-Gruppe zur Vorbereitung auf den Schuleintritt statt. Darüber hinaus erhielt eine Praktikantin der Ergotherapie die Möglichkeit in verschiedene Bereiche Einblick zu nehmen und praktische Erfahrungen zu sammeln.
Frühförderung
Die Frühförderung richtet sich an Kinder im frühen Entwicklungsalter mit Entwicklungsverzögerungen sowie an Kinder mit Behinderung oder einem erhöhten Entwicklungsrisiko. Ziel ist es, die Entwicklung möglichst frühzeitig zu unterstützen und die Eltern im Umgang mit den Bedürfnissen ihres Kindes zu begleiten.
In Niederösterreich wird dieses spezialisierte Angebot in der Regel von größeren Trägerorganisationen wie der Lebenshilfe Österreich, dem VKKJ oder dem Ambulatorium Sonnenschein bereitgestellt. In Klosterneuburg stellt unsere Einrichtung eine Besonderheit dar, da wir durch eine Mitarbeiterin selbst die mobile Frühförderung anbieten und damit eine wohnortnahe Versorgung ermöglichen.
Lernunterstützung
Für Kinder und Jugendliche, die im schulischen Alltag besondere Begleitung benötigen, bieten wir individuelle Lernunterstützung an. Im Unterschied zu klassischer Nachhilfe beschränkt sich das Angebot nicht auf Hausübungen oder isoliertes Legasthenie-Training.
Vielmehr wird mit pädagogischen und lernpsychologischen Methoden ganzheitlich gearbeitet. Dabei stehen neben den fachlichen Inhalten auch Lernstrategien, Arbeitsorganisation, Konzentration, Motivation sowie ein strukturierter Zugang zu schulischen Anforderungen im Mittelpunkt. Ziel ist es, Kinder und Jugendliche langfristig in ihrer Selbstständigkeit und ihrem Lernverhalten zu stärken.
Unterstützte Kommunikation
Unterstützte Kommunikation umfasst Methoden und Hilfsmittel, die Menschen mit starken sprachlichen Einschränkungen helfen, sich mitzuteilen. Dazu gehören zum Beispiel Bilder, Symbole, Tablets oder Gesten.
Für stark eingeschränkte Kinder ermöglicht unterstützte Kommunikation, Bedürfnisse, Gefühle und Wünsche auszudrücken und aktiv an ihrem Umfeld teilzuhaben. Kommunikation ist dabei zentral, weil sie soziale Beziehungen, Teilhabe am Alltag und Selbstbestimmung erst ermöglicht. Kinder, die ihre Gedanken mitteilen können, erleben weniger Frustration, stärken ihr Selbstvertrauen und bauen eine Grundlage für soziale und emotionale Entwicklung auf.Unsere langjährige Mitarbeiterin setzt unterstützte Kommunikation mittlerweile bei zwei Kindern ein und wir freuen uns jedes Mal sehr, wenn sie uns neue Videos der Kinder zeigt, in denen deren Fortschritte und gelungene Kommunikationsversuche sichtbar werden.
Begleitete Besuchskontakte
Das Angebot der Begleiteten Besuchskontakte (BBK) wird zunehmend von der Kinder- und Jugendhilfe und den Bezirksgerichten in Anspruch genommen, insbesondere in Fällen, in denen der andere Elternteil das Kind oder die Kinder nicht allein sehen soll. Besonders geschätzt wird dabei die Flexibilität der Kindersozialdienste, die Termine auch an Wochenenden und in den Ferien ermöglichen. Zudem bietet die Infrastruktur mit vielfältigem Spielmaterial, Spielplatz und großzügigem, sicher begrenztem Park ideale Rahmenbedingungen. Ergänzend stehen Elternberatung und Mediation zur Verfügung.
Die Besuchsbegleitungen dauern in der Regel etwa zwei Stunden, können jedoch bis zu einem halben Tag ausgedehnt werden oder sich auf die Übergabe des Kindes beschränken. Sie erfordern eine intensive Dokumentation sowie begleitenden Schriftverkehr, weshalb eine Mitarbeiterin in der Regel nur eine bis maximal zwei Begleitungen parallel durchführen kann.
Im Jahr 2025 führten drei Mitarbeiterinnen die BBK durch. Den größten Anteil übernahm Barbara Campman, deren Wohnortnähe eine besonders flexible Terminplanung ermöglicht. Wir freuen uns sehr, dass Barbara das Angebot weiterhin mit Engagement und fachlicher Expertise fortführt, auch nach ihrem Eintritt in den Ruhestand.
Besondere Ferienwochen für besondere Kinder
Nachdem in den vergangenen Jahren ein Quartier im Burgenland das Ziel unserer Ferienwochen war, ging es im Jahr 2025 aufgrund der gestiegenen Temperaturen ins etwas kühlere Weinviertel. Die Unterkunft lag in der Nähe des Naturparks Leiser Berge und bot eine ideale Umgebung für gemeinsame Aktivitäten in der Natur.
Im Juli und August 2025 verbrachten zwei Gruppen mit jeweils vier betreuenden Personen fünf volle Tage miteinander. Obwohl die Teilnehmerzahl bewusst auf zehn Kinder pro Gruppe begrenzt ist, konnte in einer der Gruppen kurzfristig noch ein elftes Kind mitfahren.
Wie in den vergangenen Jahren versorgten sich die Gruppen selbst und gestalteten ihren Alltag gemeinsam. Wanderungen, Baden, Spiele in der Natur und gemütliche Abende am Lagerfeuer gehörten ebenso zum Programm wie ein besonderes Highlight in diesem Jahr: der Besuch im Wolfspark.
Die entspannte Atmosphäre abseits des Alltags bot viele Möglichkeiten für soziales Lernen. Die Kinder konnten Selbstbewusstsein und Unternehmungsgeist zeigen, Verantwortung übernehmen und auch ein Stück Unabhängigkeit üben.Durch die unterschiedlichen Professionen der Betreuenden aus den Bereichen Pädagogik, Psychologie und Psychotherapie konnte gut auf die individuellen Bedürfnisse der Kinder eingegangen werden. Selbst Lernübungen für anstehende Nachprüfungen oder zur Verbesserung der Deutschkenntnisse fanden zwischendurch ihren Platz – eingebettet zwischen viele schöne, abenteuerliche und auch ruhige gemeinsame Erlebnisse.
Einzelbetreuung
Psychotherapie, Spieltherapie und psychologische Behandlung
Es zeigt sich zunehmend, dass Anfragen für Psychotherapie im Einzelsetting bereits bei sehr jungen Kindern gestellt werden. Eltern suchen immer früher Unterstützung, wenn emotionale Belastungen, Verhaltensauffälligkeiten oder Schwierigkeiten im sozialen oder schulischen Alltag auftreten. Dadurch verlagert sich der Bedarf an psychotherapeutischer Begleitung vermehrt in den Bereich des frühen Kindes- und Volksschulalters. Gleichzeitig stehen nur wenige Therapieplätze zur Verfügung, während Kinder zunehmend längerfristige Begleitung benötigen. Aus diesem Grund führen wir zwar eine Warteliste, sehen uns jedoch häufig veranlasst, Familien parallel auch an andere geeignete Einrichtungen und Angebote weiter zu verweisen, um eine möglichst zeitnahe Unterstützung zu ermöglichen.
Kunsttherapie
Die Kunsttherapie bietet Kindern die Möglichkeit, sich über kreative Ausdrucksformen wie Malen, Gestalten oder Arbeiten mit verschiedenen Materialien mitzuteilen. Besonders für Kinder, denen es schwerfällt, Gefühle und innere Erlebnisse in Worte zu fassen, kann dieser nonverbale Zugang eine wertvolle Unterstützung sein. Durch den kreativen Prozess werden emotionale Themen sichtbar und können behutsam bearbeitet werden.
Unsere Kunsttherapeutin bringt dabei nicht nur ihre kunsttherapeutische Ausbildung ein, sondern auch ihre Erfahrung als Lebens- und Sozialberaterin sowie aus ihrer Tätigkeit im Verein Rainbows. Mit ihrer einfühlsamen Art gelingt es ihr, Kindern über kreative Mittel einen geschützten Raum zu eröffnen, in dem sie ihre Gefühle ausdrücken und neue Bewältigungswege entwickeln können.
Musiktherapie
Die Musiktherapie ermöglicht Kindern, sich über Klänge, Rhythmus und Bewegung auszudrücken und dabei emotionale, soziale und kommunikative Fähigkeiten zu fördern. Sie bietet insbesondere Kindern einen Zugang, die sich verbal nur schwer mitteilen können.
Unsere Musiktherapeutin verfügt über einen besonders empathischen Zugang und arbeitet gezielt auch mit stark beeinträchtigten Kindern und Jugendlichen. Durch Musik schafft sie einen sicheren Raum, in dem die Kinder Erfahrungen machen, Beziehungen aufbauen und ihre Ausdrucksmöglichkeiten erweitern können.
Pädagogik
Besonders freuen wir uns, dass wir aufgrund unserer vielseitig ausgebildeten Mitarbeitenden individuelle und bedarfsorientierte pädagogische Angebote haben:
Ein Mitarbeiter hat es durch zusätzliche Einzelbetreuung eines stark beeinträchtigten Buben unter anderem mithilfe von Autonomietraining und dem kontinuierlichen Beziehungsangebot geschafft, ihn in die Burschengruppe zu integrieren.
Eine unserer Pädagoginnen bietet als erfahrene Volksschullehrerin und Traumapädagogin im Einzelsetting mehr als „nur“ Lernunterstützung an. Mithilfe kreativer Methoden geht es viel mehr um Ressourcenstärkung. Auch sie hat durch ein zusätzliches Angebot ein Mädchen mit Fluchterfahrung dabei unterstützt, sich besser in die Mädchengruppe integrieren zu können.
Eine Mitarbeiterin aus Tulln, ehemals Leiterin der klassischen Motopädagogik-Gruppen, hat im Herbst 2025 ein neues Angebot geschaffen: Eine intensive Eltern-Kind Unterstützung mit dem Ziel, die Eltern-Kind-Bindung gezielt zu stärken. In den Sitzungen nehmen Mutter und Kind gemeinsam teil und werden von unserer Mitarbeiterin begleitet, die spielerische, entwicklungsfördernde und alltagsnahe Methoden einsetzt. So entstehen gemeinsame positive Erlebnisse, die die Beziehung festigen und die Entwicklung des Kindes unterstützen.
Gruppenbetreuung
Mädchengruppen
Die Mädchengruppen bestehen in Klosterneuburg und Tulln mittlerweile seit vielen Jahren. Mädchen haben oft andere Herausforderungen als Jungen: Sie halten Sorgen nach außen eher fern, äußern Zweifel und Unzufriedenheit häufig innengerichtet. Ziel der Gruppenarbeit ist die Stärkung von Selbstwertgefühl und Selbstwirksamkeit, der Aufbau sozialer Kompetenzen und die Prävention von Einsamkeit. Die Mädchen lernen, ihre eigenen Stärken und Schwächen sowie die der anderen wahrzunehmen und ihr Verhalten zu reflektieren. Im geschützten Rahmen können sie Ängste artikulieren und Selbstvertrauen entwickeln.
Die Gruppen finden wöchentlich an einem Nachmittag über zwei Therapieeinheiten (2 x 50 Minuten) statt und werden von zwei Fachkräften aus Psychotherapie, Pädagogik und Psychologie betreut. Jede Gruppe umfasst vier bis sechs Mädchen. In Klosterneuburg werden zwei Gruppen angeboten – für Volksschulkinder und für Mädchen ab etwa elf Jahren – und in Tulln eine. Ergänzend gibt es begleitende Elterngespräche, meist zu Beginn und Abschluss des Semesters, bei Bedarf auch zusätzlich. Die Dauer der Teilnahme richtet sich nach individuellen Bedürfnissen und liegt zwischen einem und sechs Semestern.
Burschengruppen
Der Name der Gruppe kann leicht irreführend sein, da er lediglich darauf hinweist, dass die Teilnehmer Burschen sind. Tatsächlich zeichnet sich das Setting jedoch durch die Besonderheit aus, dass sie fast ausschließlich im Freien stattfindet und daher auch als „Outdoorgruppe“ bezeichnet wird.
Im Mittelpunkt der Arbeit stehen die Förderung sozialer Kompetenzen, die Stärkung von Selbstbewusstsein und Selbstwirksamkeit sowie die Etablierung alternativer, prosozialer männlicher Rollenbilder. Die Kinder lernen, ihre eigenen Stärken und Fähigkeiten anzuerkennen, ihre Emotionen zu reflektieren und mit schambehafteten Themen umzugehen.
Gleichzeitig wird die Eigen- und Fremdwahrnehmung geschult, Achtsamkeit eingeübt, Ressourcen aktiviert und Neues ausprobiert. Positive Nebeneffekte der Aktivitäten sind die Förderung grob- und feinmotorischer Fertigkeiten. Analog zu den Mädchengruppen gibt es in Klosterneuburg zwei und in Tulln eine Burschengruppe.
Soziale Kompetenz-Gruppen
Zwei ausgebildete Sonderkindergarten- und Motopädagoginnen haben der ehemaligen motopädagogischen Gruppe einen neuen Namen gegeben: “Soziales Kompetenztraining”.
Damit haben sie sich an die veränderte Bedürfnislage angepasst. Bei den Kindern steht weniger die Förderung motopädagogischer Erfordernisse als viel mehr die Etablierung eines gesunden Miteinanders im Vordergrund.
Auffallend ist die steigende Anzahl an Kindern mit einer Diagnose aus dem Autismus-Spektrum sowie das jüngere Alter. Aufgrund der gestiegenen Herausforderungen ist die Gruppengröße gesunken.
Musik- und Kunsttherapeutische Gruppen
Die zuvor beschriebenen Angebote in Kunst- und Musiktherapie werden bei den Kindersozialdiensten auch im Gruppensetting angeboten.
Gruppen bieten den Kindern zusätzlich die Möglichkeit, soziale Kompetenzen zu entwickeln, voneinander zu lernen und gemeinsames Erleben zu erfahren. Im geschützten Rahmen können sie sich ausprobieren, ihre Fähigkeiten präsentieren und Rückmeldungen von Gleichaltrigen sowie der Therapeutin erhalten. So verbinden sich kreative Ausdrucksmöglichkeiten mit sozialer Interaktion und stärken gleichzeitig Selbstvertrauen, Selbstwahrnehmung und emotionale Kompetenzen.
Weitere Infos: